Revisionschirurgie
Nach allen Pouch-Operationen können zu jedem Zeitpunkt Komplikationen auftreten, die einer fachgerechten Behandlung, meist durch eine erneute Operation (Revisionseingriff), bedürfen. Vor diesem Hintergrund ist am Amalie Pouch Zentrum Hamburg eine kompetente Revisionschirurgie integraler Bestandteil des ganzheitlichen Behandlungskonzeptes.
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Was versteht man unter Revisionseingriffen?
Revisionseingriffe sind Reparatur- oder Wiederholungsoperationen, die wegen Komplikationen im kurz- bis langfristigen Verlauf nach einer primären Operation notwendig werden können. Nach allen Pouch-Operationen können zu jedem Zeitpunkt Probleme oder Komplikationen auftreten, die einer fachgerechten Behandlung, bedürfen. Dabei besteht das Ziel von Revisionseingriffen in der Wiederherstellung der regelrechten Funktion des neu geschaffenen Ersatzorgans.
Welche Komplikationen gibt es?
Es sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Komplikationsarten zu unterscheiden:
Krankheitsbedingte Komplikationen:
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Pouchitis: = Entzündungsrückfall bei bzw. nach Colitis ulcerosa
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Schleimhaut-Aphthen und – Geschwüre: = Entzündungsrückfall bei M. Crohn
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Adenome: = Polypenbildung bei FAP (Familiärer adenomatöser Polyposis)
Diese Komplikationen sind allerdings eine Domäne der konservativen (= medikamentösen) und ggf. der interventionellen (= endoskopischen) Therapie. Sie werden in einem eigenen Kapitel abgehandelt.
Verfahrensbedingte Komplikationen:
Hierbei handelt es sich um Komplikationen, die mit dem Operationsverfahren in Zusammenhang stehen. Sie werden deswegen auch chirurgische Komplikationen genannt. In der Konsequenz stellen sie eine Domäne der operativen Behandlung durch einen Revisionseingriff dar.
Vor diesem Hintergrund ist am Amalie Pouch Zentrum Hamburg eine kompetente Revisionschirurgie integraler Bestandteil des ganzheitlichen Behandlungskonzeptes.
Was sind die Ursachen chirurgischer Komplikationen?
Ausschlaggebend für das Auftreten chirurgischer Komplikationen sind verfahrensspezifische Besonderheiten der jeweiligen Pouchoperation. Darin unterscheiden sich der J-Pouch und der Kock-Pouch ganz erheblich voneinander. Deshalb werden diese Komplikationen in separaten Kapiteln besprochen:
Revisionseingriffe beim J-Pouch
Revisionseingriffe beim Kock-Pouch
Andererseits kann aber auch die Grunderkrankung des Patienten Einfluss auf die Entwicklung bestimmter chirurgischer Komplikationen haben, wie z. Bsp. Fisteln und bösartigen Entartungen. Darin unterscheiden sich der J-Pouch und der Kock-Pouch kaum.
Worin bestehen die Herausforderungen bei Pouch-Komplikationen?
Komplikationen nach Pouchoperationen sind in erster Linie eine interdisziplinäre diagnostische Herausforderung für die Gastroenterologie und die spezialisierte Viszeralchirurgie. Denn der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung liegt in der Erkennung des individuellen Pouch-Problems, welches für die Beschwerden des Patienten verantwortlich ist. Eine problemorientierte Diagnostik ist dabei zielführend. Sie setzt immer die Kenntnis spezieller, auch seltener Komplikationsmöglichkeiten voraus. Um diese nachzuweisen, kann der Einsatz unterschiedlicher klinischer, endoskopischer, radiologischer und funktioneller Untersuchungsmethoden einzeln oder in Kombination erforderlich sein.
Nicht zuletzt ist für den definitiven Erfolg von Revisionseingriffen auch die vertrauensvolle Mitarbeit des Patienten oder der Patientin wünschenswert, um nicht zu sagen, unerlässlich. Jahrzehntelange Erfahrungen haben uns immer wieder gezeigt, dass ein spezialisiertes Chirurgenteam fast jedes Problem für die Betroffenen zufriedenstellend lösen kann, wenn die Motivation auf beiden Seiten auch für mehr als nur einen „Anlauf“ reicht.